Sonntag, 12. Oktober 2014

26. Tag: Herbstwanderung in Hinterthal: Triafn und Willi-Schwaiger-Weg

Gestern abend ist es eindeutig zu spät geworden, um noch den Holundersaft zu kochen, Heidelbeeren und Preiselbeeren müssen auch noch eingekocht werden, meine Tage hier in Maria Alm sind gezählt.

Zu einem Wanderherbst am Hochkönig gehört unbedingt ein Spaziergang im Talschluss von Hinterthal bei den Triafn und über den Willi-Schwaiger-Weg dazu. Die unzähligen Laubbäume dort, färben sich wunderschön, und mit den Bergen im Hintergrund bilden sie eine traumhafte Kulisse für wundervolle Herbstfotos.
Da sich hierfür am besten die warmen Sonnenstrahlen am späten Nachmittag eignen, beschließe ich, den Morgen in der Küche zu verbringen und die Wanderung am Nachmittag zu unternehmen.

Ohne Fleiß keinen Preis! Also entere ich die Küche und produziere an diesem Vormittag 6 Liter Holunderbeerensirup, koche die Preiselbeeren für Kuchen und Torten ein und die Heidelbeeren für Joghurt.

Traudi, auch so eine Pastliebhaberin wie ich, kocht für uns Thunfisch-Gemüse-Spaghetti am Mittag, die wir zusammen im Wintergarten bei einen kleinen Pläuschchen genießen.

Wieviel Marmelade, Liköre, Fruchtmus, ... ich in all den Wochen letztendlich tatsächlich gekocht habe, zeigt sich schlussendlich erst, als ich Tage später wieder in Hamburg bin und all die Schätze vor mir stehen:



Am späten Nachmittag machen meine Kamera und ich uns auf nach Hinterthal. Ich parke an der Kirche und folge dem Weg in Richtung Triafn, der gut ausgeschildert ist.

Bei den Triafn oder Trieffen handelt es sich um ein Naturdenkmal in Hinterthal. Aus Gestein tritt Wasser aus und ergießt sich wie eine Art Regentropfenvorhang in die Urslau.

An dem ein oder anderen schicken Ferienhaus vorbei geht es an der Urslau entlang in Richtung Talschluss.

An den Triafn lädt eine Bank zu einer Rast ein. Bis hierhin ist der Weg ein gemütlicher Spazierweg. An der Urslau spielen Kinder und bauen Dämme und Steinmännchen. Zurzeit fließt an den Triafn zu viel Wasser, so dass ich nicht durch den Bach hindurch zum Wasservorhang laufen kann.
Wie ein Fadenvorhang fließt das Wasser.



Von nun an geht es auf einem deutlich schmaleren Pfad weiter an der Urslau entlang. Hier beginnt der Willi-Schwaiger-Weg. Steine bilden ab und zu natürliche Stufen. Für alle, die ganz gut zu Fuß sind, dürfte der Weg kein Problem darstellen und schon alleine der Weg zum Triafnfall hat sich schon gelohnt.

Nach gut 1 Stunde in Richtung Talschluss geht es auf der anderen Seite des Baches über einen Güterweg zunächst über Almflächen und an dem Mankai (Murmeltierparadies) wieder zurück nach Hinterthal. Wer zackig läuft, braucht für die gesamte Runde 2 Stunden. Da die Sonne schon langsam hinter den Bergen verschwindet, trifft an diesem Nachmittag kein Sonnenstrahl mehr auf die Murmeltierwiese, und die putzigen Tierchen haben sich schon in ihre warmen Höhlen verkrümelt. Immer wenn die Sonne scheint, wimmelt es hier von Murmeltieren. Auch für Kinder, für die der Weg kein Problem sein sollte, ein echte Erlebnis. Und ich rede hier nicht von den fetten Murmeltieren auf dem Großglockner, die wie Haustiere von den Touristen gefüttert werden, sondern den Tieren in freier Wildbahn.

Unzählige Bänke mit schöner Aussicht laden auf dem Weg zu einer Rast ein. Nachdem die Sonne verschwunden ist, ist es allerdings schon ziemlich kühl. Ich mache unzählige Fotos, aber es ist schon zu kalt, um sich auf eine Bank zu setzen.

Unglaublich schwierig, aus den vielen schönen Fotos, die ich gemacht habe, einige auszusuchen, um einen Eindruck zu verschaffen, wie schön es an einem Herbstnachmittag hier in Hinterthal ist. Eine Wanderung hier gehört einfach zum Herbst dazu!


Letzte Sonnenstrahlen scheinen über den Berg

Die Abendsonne färbt die Berge rötlich

Murmeltierparadies - heute leider ohne Murmeltiere


Abendstimmung in Hinterthal




Die Urslau

Am Willi Schwaiger Weg













Was für ein wundervoller Spaziergang, wieder ein toller Tag in Maria Alm!

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